Blue-out New York

Wie viele Andere, fasziniert die Raumfahrt auch mich.

Gelegentlich verfolge ich nebenbei den Livestream der Webcams auf der Internationalen Raumstation ISS, welche u.a. auch den Blick auf unsere Erde ermöglichen.

Auf einer anderen Seite kann man die Position der ISS, in Echtzeit verfolgen. So weis man welchen Teil der Erde man gerade sieht. Denn die relativ geringe Höhe von etwa 400 km über der Oberfläche erlaubt nur einen kleinen Blickwinkel. Da muss man in Geografie schon sehr gut sein, um bei den kleinen Ausschnitten das Land zu erraten, das man sieht.

Bahn der ISS ueber den USA

Umlaufbahn der ISS über Nordamerika

Vor etwa zehn Minuten führte die Umlaufbahn der ISS von Nord-Westen nach Ost-Süd-Ost über den Nord-Osten Amerikas, also über Kanada und die USA. Dort war gerade heller Tag und ich hoffte einen aktuellen Blick von New York City zu ergattern. Doch kaum dass die ISS die Grenze von Kanada zu den USA überquerte, schaltete man statt des Kamersignals einen Bluescreen. Das war zwar schade, doch nicht weiter ungewöhnlich. Interessant ist jedoch dass das Kamerabild sofort wieder zu sehen war, kaum dass die ISS den Raum über den USA verlassen hatte und über dem offenem Meer flog.

die ISS über dem Nordatlantik, östlich von New York

die ISS über dem Nordatlantik, östlich von New York

Nun stellt sich mir die Frage, kann es sein dass die USA selbst vielleicht gar nicht beobachtet werden möchten?

(un-)teilbare Liebe

Stellen Sie sich doch bitte einmal kurz folgende zwei Fragen.

  • Wenn man sich entscheiden müsste, wen liebte man wohl mehr: Seinen Partner / seine Partnerin oder das eigene Kind?
  • Wenn man mehrere Kinder hat, liebt man jedes Einzelne dann weniger?

Darf ich einmal raten wie Sie antworten würden?

  • Im Zweifel liebten sie alle ihr Kind mehr als ihre Frau / ihren Mann.
  • Jedes einzelne Geschwister-Kind wird genauso sehr geliebt, wie ein einzelnes auch.

Gehen wir zumindest einmal davon aus dass die meisten, unserer Mitmenschen, so antworten würden.

Also heißt das doch dass man Liebe beliebig oft vermehren kann, wenn man sie teilt. Im Gegensatz zu allem Materiellem, ist Liebe also nicht erschöpflich (ähnlich dem vielbesagtem Glück).

Wieso erheben wir dann immer (in unseren westlichen Kulturkreisen) den Alleinanspruch auf unsere ‚Bessere Hälfte‘?

Fleisch – aber vegetarisch!

Der Speiseplan eines Vegetariers umfasst nur das was ich als Beilagen esse. Und Tofu schmeckt wie Mist. – so dachte ich bis vor kurzem!

Sicher würde ich gerne auf Fleisch verzichten – aus Überzeugung. Aber mein eigenes ist schwach. Und dass der Schweine und Rinder schmeckt einfach zu gut. Außerdem fehlte mir einfach die Inspiration was ich statt dessen essen sollte, wenn ich mich nicht nur mit Salat und Kartoffeln begnügen möchte.

Also wurde der Verzicht stetig vertagt und das eigene Gewissen durch gewollte Unwissenheit über die Umstände der Massentierhaltung geschützt.

Doch jetzt kenne ich Alternativen. Aus Mehl kann man z.B. recht einfach etwas machen, das wie Fleisch aussieht und genauso schmeckt. Rein Pflanzlich. Dieser Bericht gab mir Einblick in ein ganz neues, kulinarisches Universum.

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/faszination-wissen/faszination-wissen-fleischersatz100.html

Beim Kochen werde ich künftig viel neues zum Ausprobieren haben. Und ich bin wahnsinnig neugierig darauf. Auf den gewohnten Fleischkonsum werde ich zwar nicht gleich verzichten. Aber vielleicht schon in zwei, drei Jahren. Dann wenn es mir nicht mehr fehlt.

Doch weniger Fleisch essen werde ich ganz bestimmt schon jetzt. Und ich denke dass es mir auch gesundheitlich besser bekommt.

Über meine künftigen Erkenntnisse werde ich hier berichten. Allen die mir folgen möchten wünsche ich schon jetzt viel Spaß beim Experimentieren und guten Appetit!

Kemmerich – Sie sind raus

Ein offener Brief an Thomas L.Kemmerich, Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Erfurt, für die Wahl am 22. April 2012.

Sehr geehrter Bewerber Kemmerich,

am Oster-Montag, dem 09. April 2012 stellten Sie mir Ihren Flyer zu, mit dem Sie um meine Wählerstimme werben.

Dabei ignorierten Sie dass ich keine Werbung zu erhalten wünschte.
Ein deutlich lesbarer Aufkleber wies auf meinem Briefkasten darauf hin.
Diese Begebenheit zeigt mir wie wenig Sie mich respektieren.

Ich frage mich: würden Sie jemanden mit Ihrer Vertretung betrauen der Sie nicht respektiert und der Ihre Wünsche missachtet?

Um sicher zu gehen dass es nicht vielleicht doch einen guten Grund gab, mir diese Informationen zu übersenden, las ich Ihre Ausführungen. So erfuhr ich u.a. dass Sie ‚erfolgreicher Unternehmer‘ sind.

Nun war ich neugierig was Sie unter ‚erfolgreich‘ verstanden. Antworten lieferte mir das Handelsregister.

Zusammengefasst sieht das wie folgt aus:
Als Vorstand der Friseur Masson AG, deren Hauptsitz interessanter Weise zugleich die Anschrift Ihres Wahlkreisbüros ist, sind sie neben einem weiterem Vorstand tätig. Dies zu überwachen obliegt insgesamt drei Verwaltungsräten.

Laut Ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2010 erwirtschafteten
ca. 280 Mitarbeiter Ihren Umsatz von 6,5 Mio. Euro und einen darauf resultierenden Ertrag von 65.000 EUR.

Für die Löhne dieser Mitarbeiter, sowie für die Ihrer ca. 25 Auszubildenden und auch für Ihre eigene Vergütung wendeten Sie insegesamt ca. 2,62 Mio. Euro auf. Das sind durchschnittlich ca. 766,- EUR monatlich (brutto!) je Mitarbeiter. Wenn wir davon ausgehen dass Ihre Vorstandsgehälter deutlich höher ausfallen, dann erhalten Ihre eigentlichen Leistungsträger folglich noch weniger.

Es liegt also die Annahme nahe dass die meisten Ihrer Friseurinnen und Friseure von Ihnen so wenig für ihre Arbeit bekommen, dass Sie zusätzlich auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Harz IV) angewiesen sein müssten. Ihr Gehalt, Ihr Gewinn und Ihre Bilanzsumme von ca. 5 Millionen Euro würden somit (natürlich indirekt) wesentlich aus Leistungen der Sozialversicherung resultieren.

Ob Sie als Unternehmer also ‚erfolgreich‘ sind, bleibt in diesem Zusammebhang fraglich.

Im Ergebnis fällt meine Wahl auf einen anderen Kandidaten.

Mit freundlichen Grüßen, Sebastian Böhm

Sinnloser Umweltschutz oder Grüße aus Schildburg?

Es ist doch irgendwie kurios!
Wofür habe ich die eine Pfandflasche eben wieder in dem Geschäft abgegeben?
Pfandflaschen sollen die Umwelt schonen? Nun, wäre kein Pfand darauf gewesen hätte ich mir den Umweg gespart und hätte sie statt dessen in die Gelbe Tonne geworfen.

Doch so musste ich erst an den Pfandautomaten, der für seine Motoren und das große Display sicherlich auch Strom benötigt. Dieser druckte mir für 25 Cent einen Pfandbon aus, auf Papier natürlich.

An der Kassen, welche auch Strom benötigt, erhielt ich meine 25 Cent und wieder einen Bon. Dabei sagte ich der Kassiererin gleich dass ich keinen Beleg benötige. Doch den Ausdruck kann sie nicht unterbinden.
Also ging auch der zweite Papierzettel, unverrichteter Dinge, in den (Normal-)Müll.

Sicher hätte ich der Natur den größeren Dienst erwiesen, hätte ich die Flasche einfach auf die Straße geschmissen?! Doch das kann ich einfach nicht:/

Wie denkt ihr über diese alltäglichen Widersprüche??? Sind euch schon ähnliche Unmöglichkeiten aufgefallen?

Spenderausweis statt Helmpflicht

Wer die Lesermeinungen in der Thüringer Allgemeinen regelmäßig verfolgt, der wird sich in den letzen Wochen etwas häufiger mit der Frage einer möglichen Helmpflicht für Fahrradfahrer beschäftigt haben.

Doch wie wäre es anders zu erwarten gewesen – auch hier gehen die Meinungen der Menschen weit auseinander.

Auch ich selbst fahre häufig meiner Kurzstrecken mit dem Rad, wo es sich anbietet. Und ich muss gestehen, ohne Helm. Ich weis nicht wieso! Der Vorsatz besteht ständig, mir einen anzuschaffen, aber dabei ist es bis weilen auch geblieben. Dafür habe ich aber einen Organspenderausweis.

Vielleicht wäre das ja auch genau die Antwort auf die Frage „Helmpflicht für erwachsene Radfahrer – ja oder nein?“

Die einen sind für diese Vorschrift weil die Gesellschaft den Aufwand der Pflege eines Invaliden ja gemeinschaftlich schultern muss, unabhängig von seiner eigenen Verantwortung für seinen Schaden.
Andere Stimmen stellen die Freiheit des Einzelnen (über sich selbst zu entscheiden) über alles und sprechen sich gegen eine Verpflichtung aus.

Ich selbst möchte es auch jedem selbst überlassen zu entscheiden wie wichtig ihm seine eigene Gesundheit ist. Doch auch den gesamtgesellschaftlichen Interessen muss ich Berechtigung anerkennen.

Wobei zunächst die Frage zu klären wäre ob es der Gesellschaft wirklich dienlich ist jeden lebensmüden mit aller Anstrengung zu schützen.

Vielleicht wäre also folgender, nicht tot ernst gemeinter Vorschlag, ein Lösungsansatz:
„Von der Helmpflicht für Radfahrer ist befreit wer einen gültigen Organspenderausweis bei sich führt und eine Patientenverfügung bei Gericht hinterlegt hat, die genau regelt ab wann keine lebensverlängernden Maßnahmen mehr gewünscht sind.“

Das mag für manchen ‚kalt‘ und ‚unmenschlich‘ klingen. Doch hilft es dem Menschen doch sich seiner Verantwortung für sich selbst eher bewußt zu werden.

Fazit: Keiner ist unnütz.

Die Bundesregierung wirbt

Häufig liest man großflächig in Zeitungen oder auf Plakatwänden „Die Bundesregierung informiert“ und dann weiter Sätze wie „Der Aufschwung kommt bei den Menschen an“. Viel treffender sollte es wohl lauten: „Die Bundesregierung (die Regierungsparteien) werben“ – und zwar mit Steuergeldern indirekt in eigener Sache.

Dabei muss es sich um Budgets in Millionenhöhe handeln, wenn man allein schon die üblichen Preise für solche Zeitungsanzeigen und Grossplakatwände bedenkt.

Für mich stinkt das nach unangemessener Parteienwerbung und Steuerverschwendung. Kurz um: Steuerverschwendung.

Eine Information des Volkes kann man auf anderen Wegen verbreiten, über Nachrichtenmedien zum Beispiel. Wenn man den Gehalt derartiger Informationen mal unbewertet lässt.

Ebenso sinnlos und überflüssig ist doch auch die Werbekampagne zur Einführung des neuen, elektronischen Bundespersonalausweis. Ein amtliches Dokument muss doch nicht beworben werden!

Fehlt nur noch der Kinospot Ihrer Finanzämter für das Einkommensteuerformular 2012. „Wer jetzt bestellt bekommt die Anlage G gleich mit dazu.“

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